Berichte der Akademie 55plus Darmstadt 2011

Vielfältige Seniorentage im Darmstadtium

Allein die äußere Erscheinung der Besucher dieser Seniorentage, bunte sommerliche Freizeitkleidung der Damen und krawattenfreie Herren in Jeans, spiegelten den Wandel, in dem sich die ältere Generation befindet. Nur der Oberbürgermeister kam im schwarzen Anzug (direkt von einer Trauerfeier). Fleißig besuchte er alle Aussteller und stellte auch am gut platzierten Stand der Aka interessierte Fragen.

Vereine, Verbände, soziale Einrichtigen, seniorenfreundliche Betriebe und nicht zuletzt der Veranstalter Wissenschaftsstadt mit seinen seniorenbezogenen Aufgaben und Ämtern, wie z. B. Pflegestützpunkt, Amt für Soziales und Prävention, Gesundes Darmstadt, Familienbildung, VHS und Stadtbibliothek hatten Gelegenheit, sich zu präsentieren. Als Mitveranstalter stellte sich der Darmstädter Seniorenrat e.V. mit seinen drei Schwerpunkten Internetcafés, Besuchdienste in Pflegeheimen und dem Projekt Miteinander an jeweils eigenen Ständen gut dar. Die anwesenden städtischen Seniorentreffs konnten durch ihre Präsentationen beweisen, dass sie ihr „Kaffee-und Kuchen-Image“ zugunsten zeitgemäßer Kreativspiele, Erzählstunden und Gedächtnistraining hinter sich lassen wollen.

Dem kritischen Besucher dieses Info-„Marktes“ konnte auffallen, dass 17 von den 80 Ausstellern das Thema Pflege behandelten, wobei ein intensives Werben um den Kunden von morgen allzu verständlich und geboten scheint.. Mit der - nicht nur örtlichen - Nähe zur Krankenversorgung bot hierbei das Pflegeangebot des Darmstädter Klinikums ein starkes Argument. Die Kirchen, der Bauverein, die Sparkasse und viele neue, noch wenig profilierte Privatunternehmen umwarben die Besucher mit ihren Sonderprogrammen. Altbewährte Sozialdienste wie Diakonie, Caritas und einzelne Kirchengemeinden rückten ihre Spezifika für die Älteren dem Besucher deutlich vors Auge. Das Messen der Blutdruckwerte sorgte bei der Engel-Apotheke für regen Betrieb. - Zur Eröffnung des Elisabethen-Hospiz gibt es einen eigenen Bericht.

Werfen wir einen Blick auf die große Bühne: Während die Modenschauen ein wenig den Charme der 1960/70er Jahre versprühten, waren die freundlichen Einladungen zum ‚Offenen Singen für Anfänger’ erfrischend. Jeweils 20 bis 25 Personen fanden sich spontan zu diesen Atem-, Ton- und Bauchübungen ein. Große Aufmerksamkeit erreichte auch die erneute Aufführung einiger Szenen aus Shakespeares „Sommernachtstraum“, den die Aka in Verbindung mit der jungen Theaterlabor dem Bühnen-Programm beisteuerte. Es passt zum Profil der Aka, dort mit dieser Generationen übergreifenden Arbeit zum Gelingen der Seniorentage beigetragen zu haben. Mit dem optimalen Service der Info-Damen, dem neu designten Programmheft und den zeitgemäßen Angeboten konnten wir uns als markanten Treffpunkt der Älteren gut darstellen.

Die  von der evangelischen Thomas-Gemeinde schriftlich an alle Besucher gestellte Frage „Worin sehen Sie die Freiheiten des Alters?“ geben wir als Anregung an die Leser weiter ….

wsw