Berichte der Akademie 55plus Darmstadt 2011

Reise nach Zentralasien

Foto: Thomas KolbSamarkand, Buchara, die Märchen aus 1001 Nacht, die Seidenstraße: Das alles sind Assoziationen, die sich im Vortrag von Karl Heinz Görmar über „Eine Reise nach Turkmenistan und Usbekistan“ einstellten. Eine Welt , die nur acht Flugstunden von Frankfurt entfernt und trotzdem so weit weg ist.

Ashgabat – Hauptstadt von??? Turkmenistan. Mitten in der Wüste erhebt sie sich mit ihren riesigen Gebäuden aus weißem Marmor. In der Nacht strahlt und glitzert sie wie Las Vegas. Bei Tage fühlt sich der Besucher aus dem Westen etwas irritiert. Riesige Autostraßen fast ohne Autos, überall Soldaten, die „no pictures“ rufen, überlebensgroße Portraits des gegenwärtigen Staatschefs. Die Denkmäler von Puschkin und Lenin – ein Land sucht seine Geschichte.

Weltkulturerbe Merv (Mary), ehemals die Hauptstadt des Seldschuken-Reiches mit seinen Mausoleen und der „Jungfrauenfestung“ – ein weltberühmter Ort fast ohne Besucher. Denn dieses Land macht es einem westlichen Touristen schwer, hineinzukommen. Nur ganz allmählich erschließt es sich den Besuchern aus Europa.

Da ist Usbekistan schon erheblich weiter. Es hat sich geöffnet für die interessierten Besucher aus aller Welt. Absolute Magnete: die Städte Buchara und Samarkand. Blaue Moscheen und ehrwürdige Medresen locken immer mehr Neugierige aus den westlichen Ländern. Basare mit üppigen Speisen, Gewürzen und natürlich Süßigkeiten verführen zum Kaufrausch - ebenso wie handgewebte Tücher und Teppiche.

Und der berühmte Aralsee trocknet allmählich aus. Einst zweitgrößter See der Erde schrumpft er sich allmählich immer weiter zurück und wird wohl bald dem Edersee Konkurrenz machen.

Die Zuschauer dankten dem Referenten, der extra aus Marburg angereist war, mit einem herzlichen Applaus für diesen Einblick in einen faszinierenden Teil der Welt.

Wer jetzt selbst auf den Geschmack gekommen ist: Die Aka bietet diese Reise im April 2012 an. Reiseleiter Helmut Damm ( der diese Länder 20 Jahre lang beruflich bereist hat) und Veranstalter Thomas Kolb (Cultural Connections) werden ausführlich informieren.

HB